Tag 7: Die Murmeltiere und der Schneehase

Tag 7: Die Murmeltiere und der Schneehase

Ich wachte wieder recht zeitig auf und hoffte, dass meine Knieschmerzen mich verlassen haben. Aber sie waren noch immer da und das trotz einer Einreibung mit einer österreichischen Salbe auf pflanzlicher Basis. Diese Paste roch nach, ich will das hier lieber nicht näher ausführen.

Jedenfalls schien die Sonne wie verrückt und es würden wieder über 30 Grad im Schatten werden. Da ich ja nun meine heute geplante Wanderung schon abgeschrieben hatte, bin ich kurzerhand ins 23 km entfernte Mittersill gefahren, um mir den Ort ein wenig anzuschauen (nicht weiter erwähnenswert) und das Nationalparkzentrum „Hohe Tauern“ zu besichtigen.

Das Museum ist ein Neubau mit vielen multimedialen Angeboten, was dann auch den Eintrittspreis von acht EURO rechtfertigte. Es wurde die Tierwelt auf dem Berg, in der Luft und im Wasser gezeigt, hunderte verschiedene Mineralien und Edelsteine, eine Sommeralm mit Liegesesseln und integrierten Lautsprechern war nachgebildet, ein 3D-Film über die geologische Entstehung der Hohen Tauern konnte man sich ansehen und noch einiges mehr. Am Witzgsten fand ich den Nachbau einer Murmeltierhöhle inklusive einiger dieser possierlichen Tiere in den verschiedensten Lebenssituationen. Insgesamt gesehen hat sich der Besuch sehr gelohnt.

Inzwischen prasselte die Sonne auf die Erde und es war einfach nur heiß. Ich gönnte mir in einem Café noch eine Erdbeerschnitte und einen Milchkaffee, bevor ich wieder auf den Bauernhof fuhr, um es mir im Garten, unter einem Baum auf der Bank gemütlich zu machen. Schließlich musste ich mich noch mental auf das WM-Viertelfinalspiel Deutschland gegen Argentinien vorbereiten.

Tag 8: Heimfahrt

Nach dem grandiosen Sieg Deutschlands über die Argentinier, wachte ich auch an meinem letzten Tag wieder früh zeitig auf. Meine Sachen hatte ich schon am Vorabend gepackt. Ich frühstückte noch in aller Ruhe, dann verabschiedete ich mich von meinen wirklich sehr netten Wirtsleuten und machte ich gegen Uhr auf den Weg Richtung Deutschland. Nach reichlich sechs Stunden und 645 Kilometern bin ich ohne Zwischenfälle daheim in der sächsischen Landeshauptstadt angekommen.

Unterwegs sah ich vereinzelt am Straßenrand ein paar tote Deutschland-Autofahnen liegen. Dabei war gerade erst das Viertelfinale gewonnen. Wahrscheinlich waren die ehemaligen Besitzer der Fahnen doch zu schnell auf dem deutschen Highway unterwegs gewesen und haben die Fahnen wehenderweise verloren.

Es war ein geistig befreiender, wenn auch körperlich anstrengender Urlaub. Es war für mich auch eine neue Erfahrung, ganz allein so einen Aktivurlaub zu erleben. Zu zweit wäre es sicher schöner gewesen, vor allem für die gegenseitige Motivation bei den langen Wanderungen. Dennoch: Ihr Berge und Täler, ich komme wieder!

Die Bilder zum Tag: http://bit.ly/alpentag6

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