Dresden – Meißen und zurück.

Dresden. Sonntag 9:30 Uhr. Die Sonne lacht. Das Knie schmerzt nach dem kleinen Badminton-Unfall Anfang des Jahres auch nicht mehr. Also den Drahtesel geschnappt auf zu ersten Radtour dieses Jahr.

Ersteinmal geht es ein Stück durch die Stadt bis zur Flügelwegbrücke, dann auf den Elbradweg Richtung Meißen. Angenehme 12 Grad und (noch) kein Wind erlauben ein entspanntes Fahren. An der Gohliser Windmühle ist noch keine Menschenseele. Lediglich ein paar (langsame) Rentnerradfahrer zuckeln den Radweg entlang.

Hinter der Autobahnbrücke fängt der Frühling richtig an. Blühende Büsche verströmen ihr Aroma und kitzeln meine Nase. Kohlweißlinge und Zitronenfalter suchen auf den Blüten nach Nektar. Laufkäfer huschen schnell über das schmale Band grauen Asphalts. Eine Fliege verirrt sich in meinem Ohr und ich helfe ihr wieder heraus. Saatkrähen begleiten mich schnarrend ein Stück des Weges.

Hinter Coswig fahre ich dann an den schon verblühten Aroniasträuchern vorbei. Inzwischen hat der Verkehr zugenommen. Familien mit Kinderwagen spazieren gemächlich auf dem Elbradweg. Inlineskater fahren mit ausladenden Schritten. Lange Radschlangen an Gegenverkehr lassen Autobahnfeeling aufkommen. Aus einem Biergarten nahe Meißen steigt mir Grillduft in die Nase, doch ich bleibe hart. Die Vögel zwitschern ihre Lieder, auf der Elbe tuckert ein Schleppkahn Richtung Tschechien. Der Kopf wird langsam frei von der Last des Alltags.

Dann bin ich in Meißen. Auf der gegenüberliegenden Elbseite ragt die Albrechtsburg majestätisch in den Himmel. 23 km liegen nun hinter mir. Ich verschnaufe kurz, trinke Stachelbeersaft aus der Flasche und trete den Heimweg an. Natürlich ist es an der Elbe immer so, dass mir rückzu der Gegenwind ins Gesicht pustet. Das macht das Fahren natürlich anstrengender. Nach 40 km fängt auch noch der Hintern an zu schmerzen. Das Knie meldet sich bei Kilometer 42. Aber Zähne zusammen gekniffen und weitergefahren. Die Dusche ist schon ganz nah. Die Natur mit all ihrer Schönheit und den Gerüchen fliegt wieder vorüber. An der Gohliser Mühle herrscht inzwischen Volksfeststimmung.

Endlich zuhause. Schnell das Rad in den Keller geschafft und ab unter die Dusche. Was bin ich bin stolz auf mich, dass ich meinen inneren Schweinehund mal wieder ein Schnippchen geschlagen habe.

Für die Interessierten hier noch die detaillierten Daten der Tour: http://bit.ly/mPyxW2

(Leider fehlt der letzte Tourkilometer, aber ich musste die Tour speichern, bevor der Handyakku leer war.)

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