Der Teufel, ein Uhu und verwunschene Burgen

Manche werden denken, ich habe ständig Urlaub, aber so ist es nicht. Ich bin dann auch meist nur eine Woche unterwegs. Diesmal hatte ich mir den Harz ausgesucht und war auf der Suche nach lohnenden Motiven und natürlich der Natur.

Wenn man im Harz verweilt, sollte man sich unbedingt die Roseburg zwischen Rieder und Ballenstedt ansehen. Die Burg samt Parkanlage wurde zwar erst ab 1905 gebaut bzw. angelegt, vereint sie barocke italienische Gartenkultur mit Elementen des englischen Landschaftsgartens des frühen 19. Jahrhunderts. Romantisch oder kitschig. Auf jeden Fall märchenhaft.

Auch sollte man sich die Festung bzw. Burgruine Regenstein nicht entgehen lassen, denn die Reste der Sandsteinburg sind sehr imposant. Gleiches gilt für die sehr gut erhaltene Burg Falkenstein, die absolut sehenswert ist, und das nicht nur, weil sie Drehort von z. B. „Spuk unterm Riesenrad“ oder „Polizeiruf 110“ war. Das Burgmuseum ist liebevoll gestaltet und es gibt einen Weinkeller, zwei Molkenkeller, einen Burgbrunnen usw. Im unteren Burghof befindet sich eine Falknerei, in der man etliche Greifvögel und natürlich auch die größte Eule Europas, den Uhu, bestaunen kann. Wenn man ganz doll Glück hat, begegnet man dem Burggespenst, ihr weisst schon, das mit Löschschaum zum Erstarren gebrachte Rumpelstilzchen.

Mitten in der Landschaft ragt kilometerlang die Teufelsmauer empor. Bei Weddersleben ist sie am besten zu sehen, denn dort ist sie meiner Meinung nach am Atemberaubendsten. Mit ein wenig Fantasie lassen sich in den Felsgebilden verschiedenste Kreaturen erkennen. Viele Sagen ranken sich um die Entstehung der Teufelsmauer: Gott und der Teufel wollten die Erde teilen, wenn der Teufel binnen einer Nacht bis zum Hahnenschrei das fruchtbare Flachland und die erzhaltigen Berge mit einer Steinmauer trennt. Eine Bauersfrau war bereits früh mit einem Hahn im Korb zum Markt unterwegs. Jedoch stolperte sie, der Hahn erschrak und krähte, der Teufel, der mit der Mauer noch nicht fertig war, dachte, es sei Morgen und in seiner Wut zerstörte er einen Teil der Mauer. Diese Reste sind jetzt immer noch zu sehen.

Die Bilder zum Text sind hier anzuschauen: http://bit.ly/harz_2011

1 Comment »

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s