Winterwolken.

Der Himmel strahlt tiefblau an diesem Dezembernachmittag. Große weiße Haufenwolken ziehen wie ein Zug mit ausladenden, dick gepolsterten Waggons im Eiltempo lautlos am Himmel entlang. Keine Lichtsignalanlage, kein Bahnhof hält sie auf. Im Himmel gibt es keinen Stau. Freie Fahrt für die Wolkenbahn!

Doch langsam nimmt das Tempo des Wolkenzuges ab. Die Waggons sind nun dunkler geworden. Der Himmel hat sein strahlendes Blau gegen ein tristes Grau getauscht. Jetzt bewegen sich die Wolken kaum noch. Gibt es doch Stau auf der Wolkenschienenbahn oder kreuzt nur der Mann mit dem roten Mantel samt seinem Rentierschlitten den Weg des Zuges?

Inzwischen ist nicht einmal der graue Himmel mehr zu sehen. Hunderte Wolkenwaggons stapeln sich mittlerweile am Firmament. Plötzlich ist ringsum alles ruhig. Nicht einmal die vorlauten Spatzen zanken sich mehr. Man kann die Stille förmlich anfassen.

Da fallen auch schon die weißen Sterne von oben herab. Von Sekunde zu Sekunde werden es mehr. Ein Stern landet direkt auf meiner Nasenspitze. Der erste Schnee in diesen Winter. Eine klitzekleine Vorweihnachtsfreude.

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