LEGO-Fieber.

Fast jeder kennt die kleinen bunten Plastikbausteine, mit denen man wunderbare Dinge bauen und seine kreative Fantasie ausleben kann. Aufgrund meiner frühen Geburt im östlichen Teil Deutschlands hatte ich allerdings keine LEGO-Steine, sondern das DDRPendant, die PEBE-Klötzer. Diese ähneltem dem LEGO-System, jedoch ging die Steinvielfalt nicht über das Grundsortiment des Originals hinaus. Gespielt habe ich dennoch sehr viel damit und habe Raketen, Piratenschiffe und andere Fahrzeuge gebaut.

Genau erinnere ich mich noch daran, dass die Steine nach längerem intensiven Konstruierens nicht mehr so fest aufeinander saßen. Ich habe dann immer kleine Papierschnipsel zwischen sie Steine gelegt, damit diese wieder fest aufeinander hielten. In diesen Momenten vermisste ich die „richtigen“ Bausteine schmerzlich.

Inzwischen habe ich selbst Kinder und die LEGO-Welt steht in jedem Spielwarengeschäft in bis zur Decke gefüllten Regalen zur Verfügung. Ich gebe zu, manchmal überkommt mich das LEGO-Fieber und dann fahre ich mit meinen Abkömmlingen einfach in Spielzeuggeschäft, nur um vor diesen Regalen zu stehen und selbst wie ein Kind mit leuchtenden Augen die bunten Pappkartons zu bestaunen.

Dort gibt es die neuesten Kataloge, die natürlich gleich mitgenommen und zuhause ausgiebigst gewälzt werden. Mein Sohn markiert dann fast die Hälfte der Katalogartikel mit einem dickes Filzstift. Ankreuzen kann er alles von mir aus. Was er dann bekommt, steht auf einem anderen Blatt.

Schon seit über zwei Jahren ist StarWars seine allererste Wahl und es gab bereits den einen oder anderen Ewok-Angriff oder Sternenkrieg im Kinderzimmer. Meine Tochter wählt sich lieber Eigenheime mit einer 3-in-1-Bauanleitung aus oder etwas, was mit Pferden zu tun hat. Das nenne ich vorausdenkend und zielstrebig.

Als die Kinder noch kleiner waren, durfte ich ihnen beim Aufbauen helfen. Da habe ich mich schon beim Kaufen darauf gefreut, stundenlang mit den Beiden vor den Bergen kleiner Plastiksteine zu sitzen und zu sehen, wie langsam das Raumschiff oder das Gebäude seine Form annahm. Nur jetzt wollen sie alles allein aufbauen. Vielleicht kaufe ich mir mal selbst einen Bausatz, am liebsten einen großen LKW von LEGO TECHNIC. Aber den will ich dann ganz allein zusammenbasteln!

Eines gefällt mir an den LEGO-Steinen überhaupt nicht: Wenn ich Abends nach den Kindern schaue und dabei barfuß auf einen dieser eckigen, unheimlich harten Steine trete. Ja, so habe ich das Leisefluchen erlernt.

1 Comment »

  1. Ja, Lego habe ich als Kind auch geliebt und meine Eisenbahn überall dort aufgebaut, wo meine Mutter sie definitiv nicht haben wollte… 🙂 Und trotz voraussichtlichem Lego-Chaos hoffe ich mal, dass unsere beiden Mädels das später mal genauso tun werden und nicht nur Barbie und Prinzessin Lillifee spielen…
    Die Auswahl ist ja mittlerweile echt gigantisch, da hast du Recht! Ich war mal im Lego-Store und da kann man sich ja jedes Lego-Männchen selbst zusammenstellen, vom Kopf bis zu den Füßen. Ich freue mich schon darauf, wenn die Mädels größer sind und ich mitspielen darf! 🙂

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