Wanderung durch den Schaftwald im Bielatal.

Samstagmorgen und die Sonne scheint. Die Rucksäcke der Kinder und mein eigener sind schnell gepackt, die Stullen geschmiert, die Flaschen gefüllt. Dann geht es mit dem Auto in die Sächische Schweiz. Startpunkt ist der Parkplatz ein kleines Stück vor der Ottomühle im Bielatal. Das Parken kostet drei Euro, aber das ist bei touristischen Zielen inzwischen Normalität.

Dann ging es den Bielagrundweg entlang durch den Schaftwald. Zu Anfang sah man noch die bizarren Sandsteinfelsen, die wie krumme Nadeln aus dem Boden ragen und auf denen mutige Kletterer auf den Gipfel strebten. Nach einer reichlichen halben Stunde Fußmarsch kamen wir an den Singeborn. Das ist eine Quelle, die den Sand über dem Wasseraustritt wie kochenden, blubbernden Grießbrei aussehen lässt. Ein faszinierendes Naturschaupiel. Weiter ging es den gut ausgebauten Weg durch den Wald. Zitronenfalter, Tagpfauenaugen und Kohlweißlinge flatterten munter um uns herum. Plötzlich bekamen wir Hunger, so kletterten wir auf einen kleinen Felsen und verspeisten unser mitgebrachtes Mahl. Gesättigt ging es dann den Weg weiter in Richtung Grenzplatte.

Nach einer knappen Dreiviertelstunde wurde es langsam unwegsamer und es ging ständig bergauf. Ein regelrechter Birkenwald säumte den Weg. Doch nach einer halben Stunde waren wir auf der Grenzplatte angekommen und wurden mit einem sehr schönen Blick auf das Nachbarland Tschechien belohnt. Wir setzten uns auf den Sandsteinfelsen und genossen minutenlang die Stille und die Fernsicht.

Dann ging es weiter den Wormsbergweg zurück in Richtung Ottomühle. Am Wegesrand türmte sich stapelweise geschlagenes Holz. Überraschend verschwand die Sonne und dunkle Wolken zeigten sich bedrohlich am Himmel. Der Wind rauschte düster durch den Nadelwald. Doch zum Glück kam das Gewitter nicht zu uns und wir konnten unsere Wanderung unbeschwert fortsetzen.

Eine lange Weile ging der Weg schnurgerade aus. Dann mussten wir allerdings wieder den Berg hinabsteigen. Schließlich waren wir vorher schon hinaufgekraxelt. Einen knappen Kilometer vor dem Parkplatz liegt die Bennohöhle versteckt im Wald. Wieder ging es etliche Stufen hinauf in die Sandsteinwelt. Schließlich fanden wir die 1824 entdeckte kleine Grotte. Höhlenbärenknochen suchten wir jedoch vergebens.

An der Ottomühle machten wir kurz Rast und genossen jeder ein Eis, welches wir uns redlich verdient hatten. Dann liefen wir noch fünf Minuten bis zum Parkplatz, wo wir uns ziemlich geschafft, aber glücklich auf den Sitzen niederließen und anschließend gen Heimat fuhren.

Die Bilder zur Wanderung: Klick!

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