Regentropfengedanken.

Von Westen zieht eine wehende Regengardine durch die Stadt und ich bin natürlich zu Fuß auf dem Weg nach Hause. Doch so schnell, wie das Unwetter aufzieht, so heftig ist es auch. Der Gewitterguss zwingt mich zu einer Pause und so stelle ich mich unter ein unglücklicherweise nur wenig hervorstehendes Dach eines Garagenkomplexes. Aber so bin ich wenigstens etwas vor dem Regen geschützt.

Vom Rand des Wellblechdaches perlt das Wasser. Es tropft in die Pfütze vor mir: ‚Klock, klock, klock.‘ Fasziniert blicke ich auf die Regenblasen, die sich in Rinnsalen Richtung Straße bewegen, um dort in den Öffnungen des Einlaufgitters in der Kanalisation zu verschwinden. Inzwischen lässt der Regen ein wenig nach. Plötzlich durchschießt mich ein Gedanke: ‚So wie das Wasser, so fließt auch meine Zeit dahin!‘. Schnell weg hier! Weiter, durch den Sommerregen nach Hause.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s