Sommerimpressionen einmal anders.

Friedhöfe haben immer etwas Unheimliches an sich. Zumindest mir geht das so. Das mag damit zusammenhängen, dass ich bereits als Kind bzw. Frühjugendlicher mit dem Tod von nahestehenden Menschen konfrontiert wurde und diese Orte mit negativen Erlebnissen in Verbindung bringe. Als Kind empfindet man die Gräber und Grüfte sowie die hohen, dunklen Bäume sowieso schon als gruselig.

Doch die Kindertage sind längst vorüber und man sieht die Ruhestätte der Toten nun mit den Augen eines Erwachsenen. So sind die meisten großen städtischen Friedhöfe als Park zum Besinnen konzipiert. Dabei ist es schon erstaunlich, welch Ruhe dort herrscht, obwohl die meisten Friedhöfe mitten in der Stadt liegen und der Verkehr nur wenige Meter weiter hektisch in den Straßen vorbeirauscht.

So begab ich mich heute an diesem wundervollen Sommersonntagvormittag auf den Weg zum Neuen Annenfriedhof in Dresden-Löbtau, der nur wenige hundert Meter von meiner Wohnung entfernt liegt. Doch so alt und geheimnisvoll mir der Friedhof auch erscheinen mag, es ist bereits der vierte Annenfriedhof in Dresden. Der erste wurde bereits 1578 um die Annenkirche in der Wilsdruffer Vorstadt errichtet und der heute von mir besuchte wurde erst 1875 eingeweiht und war seinerzeit der größte städtische Gottesacker.

Doch kaum betritt man das parkähnliche Gelände, so entschleunigt sich alles. Es ist ein erhebendes Gefühl, durch die exzellent gepflegten Alleen mit den majestätischen Linden, Ahornbäume und Ulmen zu schlendern, den Teil des Gräberfeldes zu besuchen, welchen der Efeu schon komplett in Beschlag genommen hat oder interessante Details an halbverfallenen Familiengrüften zu entdecken.

Ein paar Eindrücke des heutigen Spaziergangs, auch als Anregung zum Besuch des Annenfriedhofes, findet man hinter dem Link: Klick!

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