Kirschblütenschneegestöber.

Mitte April versinkt das Land ringsum in einer ausufernden Blütenpracht. Von Schlohweiß bis Purpur finden man an Straßen, Wiesen und Äckern sämtliche Farbnuancen. Auch der riesige Kirschbaum, der im Sommer große schwarze Knorpelkirschen unter seinen Blätterfittichen beherbergt, hat sich in sein weißes Frühlingskleid gehüllt. Eine ganze Woche trägt er es schon. Wenn die Sonne scheint, summt und brummt es in der Luft. Bienen und Hummeln betreiben einen regen Flugverkehr.

Doch langsam bekommt das unschuldige Weiß der Blüten gelblichbraune Tupfer. Dann fegt urplötzlich am Nachmittag ein kleiner Sturm durch den Garten. Fast alle Blütenblätter liegen nun am Boden. Ein regelrechtes Kirschblütenschneegestöber.

Das hellgrüne Laub übernimmt stetig die Vorherrschaft im Kirschbaum. Bald bilden die Blätter ein dichtes Dach und sind so ein willkommener Schattenspender. Ich träume vom Kirschkernweitspucken mit meinen Kindern. Im Juli, wenn die Kirschen reif sind.

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