Das Holozän endet im August.

In den Nachrichten sprechen sie von einstelligen Temperaturen bis zum späten Vormittag. Genauso stelle ich mir einen Spätsommermontag im August vor. Als ich vor die Haustür trete, kriecht mir die Kälte zielstrebig unter meine Sweatjacke. Mich fröstelt es leicht.

Sollte ich wirklich schon die Winterjacke hervor kramen? Vielleicht auch gleich den kuschligen Schal, die Pudelmütze und die wollenen Handschuhe? Man weiß ja nie. Vielleicht kommt die neue Eiszeit schneller als gedacht. Schließlich lebt die Menschheit schon ziemlich lange im Holozän. So ein Wechsel des Erdzeitalters geht mitunter sehr schnell von statten. Mit diesen spekulativen Gedanken setze ich mich ins Auto und fahre los. Aus den Lautsprechern schallt „Ich möchte ein Eisbär zu sein, im kalten Polar…“ Der alte NDW-Hit von Grauzone. Wie passend.

Schnell lasse ich die Stadt hinter mir und biege auf das graue Band der Autobahn. Als ich in eine Senke fahre, wirft die Morgensonne ihre zarten Strahlen auf die nebelbedeckten Felder. Ein faszinierender, fast schon kitschiger Anblick, der mir die gestalterischen Fähigkeiten der Natur offenbart. So langsam reift in mir die Erkenntnis: Es wird Herbst in Deutschland und wahrscheinlich beginnt auch eine neue Eiszeit.

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