Gedanken unterm Fliederbusch.

Die Amsel zwitschert schon in der Morgendämmerung ihr melodisches Lied. Vor dem Aufstehen schaut die Sonne verstohlen zum Fenster herein und kitzelt meine Nase. Es ist Frühling.

Draußen auf der Straße kommt es mir vor, als schauen die Menschen nicht mehr gar so grimmig drein. Manchmal kann man sogar ein Lächeln sehen. Die Natur erwacht allerorten, den Insekten und Vögeln kann man bei ihrem emsigen Treiben zusehen. Dies macht den Frühling wunderschön. Der Fliederbusch blüht und verströmt seinen betörenden Duft. Doch heute hängen schon einige Dolden wie erschöpft herab. So hastig und rastlos ist der Lenz in diesem Jahr.

Und vielleicht schmerzt es uns ein wenig, wenn wir sehen, wie schnell vergeht, was eben erst gekommen ist. Ich neige leicht den Kopf, kneife die Augen zusammen und versuche zu verstehen, warum man vor lauter Glück auch ein bisschen traurig sein kann.

Plötzlich reißt mich eine Hummel, die haarscharf, ohne vorher nach rechts und links zu schauen, an mir vorbei brummt, aus meinen Grübeleien. Ja, das Leben ist schön.

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