Männerurlaub.

Männerurlaub mag vielleicht ein wenig anmaßend klingen, aber ich bleibe dabei, denn mein knapp 13jähriger Sohn ist ja fast schon ein Mann. Zumindest hat der das beim Wandern in den Alpen gezeigt.

Wie jedes Jahr fahre ich im Sommer in die Kitzbüheler Alpen, um mich dort den Schönheiten der Natur hinzugeben und auf die Berge hinauf und hinab zu quälen. Diesmal sollte mein Sohn daran teilhaben. Ein wenig Bammel hatte ich schon, dass er dies nicht alles mitmacht, doch meine Bedenken erwiesen sich als überflüssig. Er schlug sich tapfer und motivierte mich sogar, als es einmal einen steinigen Weg 1.000 Höhenmeter hinab ging und mir dabei die Knie schmerzten. Dafür habe ich ihn beim Anstieg manches Mal ein wenig angetrieben.

Wir sahen den von Bergen umgebenen Seebachsee (2.083 m) im Obersulzbachtal, erklommen den Roßgruberkogel (2.156 m) und standen auf dem Frühmesser (2.233 m) der in Wolken gebettet war, wanderten ins Habachtal und betätigten uns als Mineralienwäscher, in der Hoffnung, einen Smaragd zu finden. Dabei hatten wir kein Glück. aber immerhin fanden wir Bergkristalle, Quarze, Pyrite und andere Gesteine. Auch dem Hollersbachtal mit seinem Bachlehrpfad statteten wir einen Besuch ab. Wir beobachteten Murmeltiere und sahen einen Steinadler über den Bergen kreisen, der seine markanten Laute ausstieß. Von den vielen Kühen, Insekten, Lurchen und der mannigfaltigen Pflanzenwelt ganz zu schweigen, die überall gegenwärtig war.

Natürlich haben wir auch die hiesigen kulinarischen Köstlichkeiten nicht verschmäht, wie zum Beispiel die frisch gefundenen Pfifferlinge, oder Eierschwammerl wie die Österreicher zu sagen pflegen, die wir gemeinsam mit den von der Herbergsmutter selbst zubereiteten Semmelknödeln verspeisten. Das schmeckte um Längen besser als in jedem Fünf-Sterne-Restaurant. Davon werde ich noch als alter Mann schwärmen.

Leider war die geplante Woche Urlaub so schnell vorbei, so dass wir justament um zwei Tage verlängerten. Aber auch diese Tage vergingen wie im Fluge. Und so bleibt uns nur wieder ein Riesendankeschön an unsere Wirtsleute und die anderen Gäste zu sagen, die den Urlaub zu einem Urlaub machten. Und nächstes Jahr gibt es dann einen Familienerholung im Pinzgau, da nehmen wir die Frauen mit. Da gibt es keine Ausrede!

Fotos zum Text (Klicken).

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